Gerhard Hanke - Ihr Stellv. Bürgermeister

Liebe Kladowerinnen und Kladower,

seit mehr als 25 Jahren darf ich nun schon Stadtrat in unserem schönen Bezirk Spandau sein. In all diesen Jahren konnte ich auf bezirklicher Ebene viel erleben, viele Freundschaften schließen und viel für unser Spandau umsetzen.

Spandau ist unsere Heimat. Und zu einer Heimat gehören immer verschiedene Facetten. Mit Facetten meine ich die verschiedensten Eindrücke, Lebensumstände, Landschaften, Kulturen. Eben alles, womit man sich identifizieren kann und wo man sich wohlfühlt. Nicht umsonst heißt es ja, „Heimat ist dort, wo sich das Herz zu Hause fühlt.“

Kladow ist ein Teil unserer gemeinsamen Heimat Spandau. Und Kladow ist der Teil unserer Heimat, den ich, wenn ich eben von den verschiedensten Facetten sprach, als den Ort empfinde, der durch sein vieles Grün, seine Flüsse und Gewässer – wie die Havel, der Groß-Glienicker See, aber auch der in der Nähe liegende Sacrower See –, eben durch seine in Berlin einzigartige Landschaft mit die „grüne Lunge“ unseres Bezirks ist. Kladow weist für mich eine hohe Lebensqualität aus, die es gilt zu erhalten.

Am 27. Januar 1956 wurde ich in Spandau geboren und habe die Grenzen unseres Bezirks nur selten – zumeist nur dienstlich oder mal für ein paar Tage Urlaub – verlassen.

Bevor ich mich für die Belange der Menschen hier vor Ort einsetzte, war ich als Industriekaufmann tätig. Mein Beruf hat mich geprägt. Unter anderem galt es beispielsweise in Gesprächen, auch auf mehr als eine Meinung eingehen zu müssen und das Beste für alle Beteiligten verhandeln zu müssen. Dass man sich dabei auch mal streitet, ist für mich nicht weiter schlimm, denn letztlich ist das Ergebnis wichtig, das allen Beteiligten zum Vorteil gereichen muss. Daraus habe ich auch für mein politisches Handeln mitgenommen, dass es nicht das oberste Ziel sein kann, immer seinen Willen durchzusetzen, sondern im ständigen Dialog mit den Menschen einen gemeinsamen Willen zu finden und zu formulieren. Sicherlich ist das nicht immer ganz einfach. Aber getreu meinem Lebensmotto „Erfolgreich sind im Leben nur Menschen, die sich Schwierigkeiten nicht abschrecken, sondern anspornen lassen!“, gibt es für mich keine Schwierigkeiten, die sich nicht durch den gedanklichen Austausch und ein menschliches Miteinander lösen lassen könnten. Das ist mein politischer Anspruch, dem ich seit Beginn meiner Dienstzeit als Stadtrat treu geblieben bin.

Zurzeit bin ich im Bezirksamt zuständig für die Bereiche Wirtschaftsförderung, Soziales, Weiterbildung und Kultur.

Wie in anderen Ortsteilen Spandaus gibt es auch in Kladow mit all meinen Tätigkeitsfeldern Berührungspunkte. Seien es nur beispielhaft erwähnt, der Kladower Einzelhandel, der Gutspark Neukladow oder auch Einrichtungen wie die Stadtteilbibliothek.

Obwohl ich die Veränderung liebe und auch im Spandauer Süden noch einiges verbessert werden muss, gilt es dennoch, die natürliche Schönheit Kladows zu erhalten. Dass es hier mitunter auch zu Gegensätzen kommen kann, ist natürlich, aber auch keine Hürde, die man mit Gesprächen mit den Menschen vor Ort – die zweifelsohne Kladow besser kennen, als jeder andere – nicht nehmen könnte. So brauch Kladow gerade aufgrund der wachsenden Einwohnerzahl zwar Großmärkte, wir dürfen aber nicht vergessen, wie wichtig der Einzelhandel für Kladow ist. Durch ihn behält Kladow sein dörfliches Antlitz, er muss deshalb auch weiterhin gestärkt und womöglich ausgebaut werden. Ausgebaut und weiterentwickelt werden müssen aber auch die kulturellen Angebote, die Kladow zu bieten hat. Dazu zählen der Gutspark Neukladow oder die Entwicklung neuer Kulturprojekte. Bezirkliche Einrichtungen wie die Stadteilbibliothek müssen in ihrer Attraktivität steigen.

Die Feierlichkeiten anlässlich des 750-jährigen Bestehens haben gezeigt, welche Herausforderungen die Kladowerinnen und Kladower – unabhängig davon, in welchem Verein man engagiert ist – gemeinsam meistern können. Mit der Organisation des Festjahres wurde seitens der Menschen vor Ort eine Veranstaltungsbreite und -vielfalt präsentiert, die ihres Gleichen sucht. Ich bin stolz, dass auch ich mit der Rückholung des Venezianischen Löwenbrunnens gemeinsam mit anderen Akteuren einen Beitrag für die Feierlichkeiten leisten durfte.

Solch eine Herangehensweise ist das, was ich mir für Kladow, für Spandau, eben für die hier lebenden Menschen wünsche. Auf bezirklicher Ebene ist das vor allem mehr Kreativität in vielen unserer Amtstuben, doch auch die kooperative Zusammenarbeit aller Beteiligten bei gemeinsamen Projekten.

Ich möchte Sie dazu ermuntern, sich einzubringen. Lassen Sie uns Ihre Ideen diskutieren und gemeinsam umsetzen. Ich freue mich bereits jetzt auf die zahlreichen Begegnungen und Gespräche!


Herzliche Grüße

Ihr Gerhard Hanke

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